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TrueNAS oder Synology: freies ZFS-System oder fertiges DSM-NAS?

Preise abgefragt: · Veröffentlicht: · Preisverlauf seit 26.10.2026

Kurz beantwortet

TrueNAS Community Edition, früher TrueNAS SCALE, ist laut iXsystems kostenlos und läuft auf jedem x86-System; ECC-RAM gilt dort als dringend empfohlen, nicht als Pflicht. DSM von Synology gibt es laut Lizenz nur in Verbindung mit dem gekauften Synology-Gerät. Sie wählen also zwischen eigener Hardware mit ZFS und einem fertigen Gerät mit Btrfs und SHR.

TrueNAS oder Synology: Home-Server im Eigenbau oder fertiges NAS

TrueNAS und Synology lassen sich nur bedingt nebeneinanderstellen, denn das eine ist Software, das andere ein Gerät mit Software. Die TrueNAS Community Edition ist laut iXsystems die nun einheitliche, kostenlose Open-Source-Speicherplattform des Herstellers für Nutzer außerhalb des Enterprise-Bereichs. Als Plattform nennt iXsystems jedes x86-System. Wer TrueNAS wählt, baut also einen Home-Server selbst, nutzt vorhandene Hardware oder kauft ein fertiges Gerät. DSM, das Betriebssystem von Synology, gilt laut Endbenutzer-Lizenz für die Software auf dem gekauften Synology-Produkt und darf nicht für andere Zwecke als in Verbindung mit diesem Produkt genutzt werden.

Die Entscheidung fällt deshalb an anderen Stellen als beim Vergleich zweier NAS-Geräte: an den Kosten für Hardware und Lizenz, am Dateisystem (ZFS gegen Btrfs mit SHR), am ECC-RAM, an den Regeln für Festplatten und daran, wie Updates und Support geregelt sind. Die Übersicht im nächsten Abschnitt stellt diese Punkte gegenüber, jeweils mit den Angaben von iXsystems und Synology, die wir gelesen haben.

Einen Leistungsvergleich bringt diese Seite nicht. Wir haben keinen zitierfähigen Test gefunden, der TrueNAS und Synology unter gleichen Bedingungen misst, und wir messen selbst nicht. Ein Urteil wie „schneller“ oder „sicherer“ geben wir deshalb für keine der beiden Seiten ab.

TrueNAS vs. Synology im Vergleich

MerkmalTrueNAS Community EditionSynology mit DSM
Lizenz und KostenKostenloser Download; iXsystems nennt die Edition auf der Produktseite „open core“, im Ankündigungsblog freie Open-Source-PlattformDSM laut Lizenz nur in Verbindung mit dem gekauften Synology-Gerät; die Software ist im Gerät enthalten
HardwareJedes x86-System; mindestens 2 Kerne (Intel 64-Bit oder AMD x86_64), 16-GB-SSD als Boot-Laufwerk, zwei gleich große Laufwerke (TrueNAS 25.10)Nur das Synology-Gerät; Beispiel DS925+: AMD Ryzen V1500B (4 Kerne, 8 Threads), 4 Schächte für 3,5-Zoll-SATA-HDDs oder 2,5-Zoll-SATA-SSDs, 2 M.2-2280-NVMe-Steckplätze
Arbeitsspeicher und ECCMindestens 8 GB; ab dem neunten Laufwerk empfiehlt iXsystems 1 GB je Laufwerk mehr; ECC laut iXsystems von den meisten Nutzern dringend empfohlen, viele Systeme laufen ohneJe Modell: DS925+ mit 4 GB DDR4-ECC, DS925neo+ mit 4 GB ohne ECC, beide bis 32 GB; mit Modulen anderer Hersteller keine vollständige Garantie und kein technischer Support
DateisystemZFS, in TrueNAS 25.10 laut heise OpenZFS 2.3.4; Prüfsumme je Block, monatlicher Scrub wird automatisch eingeplant; auf gespiegelten oder RAIDZ-Pools ersetzt ZFS beschädigte Daten durch die korrektenBtrfs oder ext4 (DS925+); repariert über die unterstützten RAID-Volumes, Copy-on-Write und Prüfsummen für Dateien separat zu aktivieren
Unterschiedlich große PlattenMöglich, die Kapazität eines vdev richtet sich aber nach der kleinsten Platte; ein RAIDZ-vdev lässt sich in 25.10 um einzelne Platten erweiternSHR nutzt mehr von unterschiedlich großen Platten; SHR-2 ab vier Platten
FestplattenregelnKeine Kompatibilitätsliste in den gelesenen Dokumenten; Warnungen vor SMR, USB-Platten als Hauptspeicher und Hardware-RAID-KartenSeit DSM 7.3 je Serie, nur für Modelle ab 2025: DS Plus nimmt nicht gelistete Festplatten für neue Pools, RS Plus und die Unternehmensserien nur zur Migration
SupportCommunity: Foren, Dokumentation, Release Notes, Bug-Tickets und KI-Bot; Profi-Support mit TrueNAS EnterpriseTechnischer Support von Synology, für DS925+, DS425+ und DS225+ laut Supportseite voll (Stand 26.10.2026); bei nicht gelisteten Laufwerken möglicherweise eingeschränkt
UpdatesEmpfohlene Version auf der Statusseite, derzeit 25.10.7 (Stand 26.10.2026); Legacy-Releases „wie besehen“Supportstatus je Modell in drei Stufen: Vollständig, Eingeschränkt (nur Sicherheitsupdates), Ende der Lebensdauer
HerstellergarantieTrueNAS Mini laut iXsystems: 1 Jahr inklusive, 3 Jahre gegen Aufpreis; eine Hardware-Garantie von iXsystems für selbst gebaute Systeme haben wir nicht gefundenDS925+: 3 Jahre Hardware-Garantie, mit Garantieerweiterung Plus 5 Jahre
FertiggerätTrueNAS Mini X+ (5 + 2 Hot-Swap-Schächte) und Mini R (12 Hot-Swap-Schächte), beide mit ECC-RAM; Preis auf der gelesenen Seite nicht angegebenDiskStation-Modelle mit DSM; lieferbare Angebote in der Tabelle unten

Die Hardware-Werte der rechten Spalte stammen von der DS925+, weil wir deren Spezifikationen gelesen haben. Andere Synology-Modelle haben andere Prozessoren, Schachtzahlen und Speicher. Welche RAID-Typen ein Modell beherrscht, steht laut Synology auf seiner Spezifikationsseite; bei der DS925+ sind es Synology Hybrid RAID, Basic, JBOD sowie RAID 0, 1, 5, 6 und 10.

TrueNAS SCALE, CORE und Community Edition: welches TrueNAS?

Seit Version 25.04 heißt TrueNAS SCALE offiziell TrueNAS Community Edition; iXsystems hat das im Mai 2025 in seinem Blog bekannt gegeben. Wer heute TrueNAS SCALE sucht, findet dieselbe kostenlose Edition unter dem Namen TrueNAS Community Edition; daneben gibt es TrueNAS Enterprise. Mit 25.04 hat iXsystems laut heise auch die beiden bisherigen Linien zusammengeführt: TrueNAS CORE auf FreeBSD-Basis und TrueNAS SCALE auf Linux-Basis gingen in einer einzigen Basis auf, und TrueNAS wird seitdem nur noch mit Linux-Kern und Linux-Werkzeugen ausgeliefert.

TrueNAS CORE wird laut iXsystems nicht mehr aktiv weiterentwickelt. Neue Funktionen und Verbesserungen entstehen nur noch in den Linux-basierten Versionen; CORE befindet sich in der Phase, die iXsystems „sustaining engineering“ nennt. Wie ein bestehendes CORE-System umzieht, beantwortet die Frage unten.

Welches Linux steckt darin? heise nennt für TrueNAS 25.04 den Linux-Kernel 6.12 und OpenZFS 2.3.0 (Bericht vom 25. April 2025). TrueNAS 25.10 mit dem Codenamen Goldeye erschien am 28. Oktober 2025 und wird laut heise mit OpenZFS 2.3.4 ausgeliefert. Zur Linux-Distribution, auf der 25.10 aufsetzt, haben wir in den gelesenen Dokumenten keine einheitliche Angabe gefunden; wir nennen deshalb keine.

Welche TrueNAS-Version Sie installieren, beantwortet iXsystems auf seiner Statusseite. In der Zeile „General“ empfiehlt iXsystems derzeit 25.10.7, für TrueNAS Enterprise wie für die Community Edition (Stand 26.10.2026). Daneben führt die Seite eigene Versionen für Early Adopters und für Entwickler. Vor dem Sprung auf die nächste Hauptversion soll man laut iXsystems zuerst das neueste Wartungsrelease der aktuellen Hauptversion installieren. Ältere Releases liefert iXsystems „wie besehen“ aus; sie bekommen in der Regel keine weiteren Wartungsreleases.

TrueNAS Preis und Download: was kostet die Community Edition?

Die Community Edition kostet nichts. iXsystems bietet sie auf der Produktseite als kostenlosen Software-Download an und nennt sie dort „open core“; im Ankündigungsblog vom Mai 2025 heißt sie die nun einheitliche, kostenlose Open-Source-Speicherplattform des Herstellers für Nutzer außerhalb des Enterprise-Bereichs. Beide Begriffe stammen von iXsystems; wie sie zusammenpassen, bewerten wir nicht. Für den Preis von TrueNAS SCALE gilt dasselbe, denn SCALE ist der frühere Name dieser Edition.

Kostenlos ist die Lizenz, der Support läuft über die Community: Hilfe zur Community Edition gibt es laut iXsystems über Foren, Dokumentation, Release Notes, Bug-Tickets und einen KI-Bot. Professionellen Support bietet iXsystems mit TrueNAS Enterprise an.

Einen Preis für TrueNAS Enterprise haben wir auf den gelesenen iXsystems-Seiten nicht gefunden. Ein Beispiel dafür, was Enterprise zusätzlich erlaubt, nennt heise zu TrueNAS 25.10: Die Community Edition darf NVMe-Arrays nur über TCP/IP (NVMe-oF/TCP) einbinden, zahlende Enterprise-Kunden dürfen NVMe-oF voll nutzen. Eine vollständige Liste der Unterschiede ist das nicht.

Bei einem Eigenbau bezahlen Sie also die Hardware: Rechner, Boot-SSD, Datenplatten und, wenn Sie Wert darauf legen, Prozessor und Mainboard mit ECC-Unterstützung. Bei Synology zahlen Sie das Gerät; DSM ist darin enthalten, und die Lizenz bindet die Software an das gekaufte Produkt.

TrueNAS kaufen: TrueNAS Mini X+, Mini R oder eigene Hardware

Wer TrueNAS als fertiges Gerät kaufen will, findet bei iXsystems die TrueNAS Mini X+ mit 5 Hot-Swap-Schächten für 3,5-Zoll-SATA-Festplatten und 2 Hot-Swap-Schächten für 2,5-Zoll-SATA-SSDs sowie die TrueNAS Mini R mit 12 Hot-Swap-Schächten für 3,5-Zoll-SATA-Festplatten; für die Mini R nennt iXsystems optionale Adapter von 3,5 auf 2,5 Zoll. Beide Geräte haben laut iXsystems ECC-RAM. Wie viel Speicher welches Modell in welcher Ausstattung hat, ließ sich auf der gelesenen Seite nicht sicher zuordnen; eine Zahl je Modell nennen wir deshalb nicht.

Als Garantie des Herstellers nennt iXsystems für die Mini 1 Jahr inklusive und optional 3 Jahre gegen Aufpreis; die Garantie auf die Software setzt eine Registrierung im iXsystems-Portal voraus. Einen Preis nennt die Mini-Seite nicht. Sie fragt zuerst, wohin das Gerät geliefert werden soll, mit der Auswahl „USA & Canada“ oder „Worldwide“. Eine Händlerliste für Deutschland haben wir auf den gelesenen iXsystems-Seiten nicht gefunden, und in unserem Amazon.de-Katalog steht keine TrueNAS Mini (Stand 26.10.2026). Ob und zu welchen Bedingungen iXsystems nach Deutschland liefert, haben wir nicht geprüft.

Der andere Weg ist eigene Hardware. Die Community Edition läuft laut iXsystems auf jedem x86-System; einen eigens dafür gebauten TrueNAS-Server brauchen Sie nicht, solange der Rechner die Mindestanforderungen im nächsten Abschnitt erfüllt. Eine Hardware-Garantie von iXsystems für selbst gebaute Systeme haben wir in den gelesenen Dokumenten nicht gefunden; maßgeblich sind die Bedingungen der einzelnen Teile.

TrueNAS Hardware-Empfehlung: welche Hardware iXsystems verlangt

Für TrueNAS 25.10 nennt iXsystems im Hardware-Leitfaden diese Mindestausstattung:

Beim Arbeitsspeicher rechnet iXsystems mit 8 GB für den Grundbetrieb mit bis zu acht Laufwerken und empfiehlt für jedes weitere Laufwerk 1 GB zusätzlich. Nach dieser Regel kommen Sie bei zwölf Laufwerken auf 12 GB. Für Plugins und Jails, virtuelle Maschinen und Deduplizierung enthält der Leitfaden eigene Hinweise, die wir hier nicht wiedergeben.

Beim Prozessor empfiehlt iXsystems eine Server-CPU, wegen der Leistung und der Unterstützung für ECC-Speicher. Einen bestimmten Prozessor, ein Mainboard oder ein Gehäuse nennt der Leitfaden in dem, was wir gelesen haben, nicht; wir empfehlen deshalb auch kein Modell. Eine Einkaufsliste gibt es hier also nicht, wohl aber die Kriterien, an denen Sie eine Auswahl prüfen können.

Für Laufwerke und Controller enthält der Leitfaden mehrere Warnungen:

Wie Sie CMR und SMR an der Teilenummer auseinanderhalten, erklärt CMR oder SMR. Controller im IT-Modus behandelt unsere englische Seite HBA im IT-Modus.

ECC-RAM: bei TrueNAS empfohlen, bei Synology eine Frage des Modells

ECC-RAM erkennt und korrigiert laut iXsystems Bitfehler im Arbeitsspeicher, sobald sie auftreten. Die lange Debatte, ob man es braucht, fasst der Hardware-Leitfaden so zusammen: Die meisten Nutzer empfehlen ECC-RAM dringend als zusätzlichen Schutz der Datenintegrität. Im selben Abschnitt schreibt iXsystems, dass viele TrueNAS-Systeme täglich ohne ECC-RAM laufen, und die Mindestausstattung nennt 8 GB ohne ECC-Vorgabe. Empfohlen also, nicht vorgeschrieben.

Ob ECC in einem Eigenbau überhaupt möglich ist, hängt von den Komponenten ab: Nicht jede CPU und nicht jedes Mainboard unterstützt ECC-RAM. Daher kommt die Empfehlung für eine Server-CPU im Abschnitt oben. Welche ECC-Module es gibt und wie sie sich unterscheiden, behandeln DDR5-ECC-RAM und Server-RAM. Die TrueNAS-Mini-Geräte liefert iXsystems laut Produktseite mit ECC-RAM aus.

Bei Synology hängt ECC vom Modell ab und unterscheidet sich sogar zwischen zwei Modellen auf derselben Spezifikationsseite. Die DS925+ hat laut Spezifikation 4 GB DDR4-ECC-SODIMM, die DS925neo+ 4 GB DDR4 ohne ECC; beide lassen sich auf 32 GB (2 × 16 GB) erweitern. Die Spezifikationen der DS225+ und der DS425+ haben wir nicht lesen können, eine ECC-Angabe für diese beiden Modelle machen wir deshalb nicht.

Wer eine Synology aufrüstet, sollte die Bedingungen kennen: Synology empfiehlt eigene Speichermodule und gewährt bei Modulen anderer Hersteller keine vollständige Produktgarantie und keinen technischen Support. Bei mehreren Modulen müssen alle identisch sein.

ZFS oder Btrfs mit SHR: Dateisystem und RAID im Vergleich

TrueNAS speichert auf ZFS. Laut iXsystems legt ZFS beim Schreiben für jeden Block eine Prüfsumme an und erkennt beschädigte Daten auch auf einem System mit nur einer Platte. Ist der Pool gespiegelt oder als RAIDZ angelegt, ersetzt ZFS bei einem Prüfsummenfehler die beschädigten Daten durch die korrekten. Für jeden Pool plant TrueNAS automatisch einen monatlichen Scrub ein. Snapshots von Pool, Dataset oder zvol entstehen sofort und belegen dank Copy-on-Write zunächst keinen zusätzlichen Platz.

Synology setzt auf seinen Btrfs-fähigen Modellen auf Btrfs. Bei der DS925+ nennt Synology für interne Laufwerke Btrfs und ext4, ZFS steht nicht in der Liste. Btrfs legt laut Synology Prüfsummen für Daten und Metadaten an, prüft sie bei jedem Lesen und repariert erkannte stille Datenkorruption über die unterstützten RAID-Volumes, darunter RAID 1, 5, 6, 10, F1 und SHR. Synology nennt dazu selbst eine Einschränkung: Metadatenspiegelung und Prüfsummen sind auf allen Btrfs-Volumes standardmäßig aktiviert, für Dateien müssen Copy-on-Write und Prüfsummen aber separat aktiviert werden.

Btrfs gibt es laut Synology nur auf ausgewählten Modellen, und Snapshot Replication setzt ein Modell mit Btrfs voraus. Ob Ihr Modell dazugehört, steht in den Spezifikationen unter den Dateisystemen. Beide Systeme erkennen Beschädigungen über Prüfsummen. Reparieren kann ZFS laut iXsystems auf gespiegelten oder RAIDZ-Pools, Btrfs laut Synology über die unterstützten RAID-Volumes; welches Ihre Daten besser schützt, beurteilen wir nicht.

Ein klarer Unterschied zeigt sich bei unterschiedlich großen Platten. ZFS kann ein vdev aus Platten verschiedener Größe bilden, die Kapazität richtet sich aber nach der kleinsten Platte, und iXsystems empfiehlt gleich große Laufwerke. SHR, laut Synology das automatisierte RAID-Verwaltungssystem des Herstellers, teilt den Speicher jeder Platte in kleinere Blöcke auf und nutzt so mehr von unterschiedlich großen Platten. SHR mit einfacher Redundanz verkraftet ab zwei Platten einen Ausfall, SHR-2 braucht mindestens vier Platten und verkraftet zwei.

Von RAIDZ1 rät iXsystems bei Laufwerken über 1 TiB ab. Welche Stufe zu Ihrer Plattenzahl passt und wie viel nutzbarer Platz bleibt, rechnet der RAID-Rechner für RAID, RAIDZ und SHR aus.

Festplatten für TrueNAS und Synology: welche Regeln gelten?

In den gelesenen iXsystems-Dokumenten haben wir keine Kompatibilitätsliste gefunden, auf die TrueNAS die Festplatten beschränkt. Der Hardware-Leitfaden nennt stattdessen die Warnungen aus dem Abschnitt zur Hardware: kein SMR in den genannten Varianten, keine USB-Platten als Hauptspeicher, keine Hardware-RAID-Karte, und für den kleinsten Pool zwei gleich große Laufwerke.

Bei Synology hat sich die Lage 2025 zweimal geändert. Im April 2025 berichtete ComputerBase, Synology habe angekündigt, die 2025 erscheinenden Plus-Modelle nur mit Synology-eigenen und von Synology zertifizierten Festplatten zu betreiben. Im Oktober 2025 meldete ComputerBase, dass die DiskStation-Plus-, Value- und J-Serien des Modelljahres 2025 mit DSM 7.3 wieder Laufwerke von Drittherstellern unterstützen, einschließlich der Erstellung von Speicherpools.

Nach Synologys Richtlinien für DSM 7.3 gelten die Laufwerksregeln nur für Modelle ab 2025, nicht rückwirkend für ältere Systeme. Dazu gehören etwa die DS925+, die Synology am 23. April 2025 vorgestellt hat, die DS425+ (4. Juni 2025) und die DS225+ (23. Juli 2025). Für diese Modelle gilt:

Die FS-Serie steht je nach Modell in unterschiedlichen Tabellen; die Einzelheiten je Serie und Modell stehen auf Synology-kompatible Festplatten. Für Laufwerke, die nicht auf der Liste stehen, warnt Synology außerdem, dass der technische Support möglicherweise nur eingeschränkt helfen kann. Eine Preisrangliste von NAS-Festplatten mit CMR-Nachweis je Teilenummer steht auf NAS-Festplatte Empfehlung.

Updates, Support und Garantie: wie lange gepflegt wird

Bei TrueNAS bestimmt die Statusseite, welche Version iXsystems empfiehlt, und ältere Releases bekommen in der Regel keine Wartungsreleases mehr. Eine Laufzeit in Jahren für eine TrueNAS-Version haben wir in den gelesenen iXsystems-Dokumenten nicht gefunden.

Synology ordnet die Modelle auf seiner Supportseite einer von drei Stufen für DSM-Updates zu: „Vollständig“ heißt laufende Firmware- und Software-Updates, „Eingeschränkt“ nur noch Sicherheitsupdates, „Ende der Lebensdauer“ keine Firmware-, Software- oder Sicherheitsupdates mehr. DS925+, DS425+ und DS225+ stehen dort als allgemein verfügbar, mit vollem DSM-Update, vollem technischem Support und 3 Jahren Garantie (Stand 26.10.2026). Synology verspricht Updates und Support „auch Jahre nach dem ersten Kauf“; eine feste Zahl an Jahren haben wir auf der Seite nicht gefunden.

Bei der Hardware-Garantie nennt Synology für die DS925+ 3 Jahre, mit der Garantieerweiterung Plus 5 Jahre. Für die TrueNAS Mini nennt iXsystems 1 Jahr Garantie inklusive, 3 Jahre gegen Aufpreis. Eine Hardware-Garantie von iXsystems für selbst gebaute Systeme haben wir in den gelesenen Dokumenten nicht gefunden; maßgeblich sind die Bedingungen der einzelnen Teile.

Synology DiskStation Plus auf Amazon.de: was derzeit lieferbar ist

Wer sich für Synology entscheidet, kauft das Gerät mit DSM. Die Tabelle zeigt neue Angebote der DiskStation-Modelle DS225+, DS425+, DS725+, DS925+, DS1525+ und DS1825+ auf Amazon.de, soweit sie derzeit lieferbar sind; das sind 3 Angebote, Stand 31.10.2026, 12:34 Uhr. Ein Modell, das in der Tabelle fehlt, ist in unserem Amazon.de-Katalog derzeit nicht als neues Angebot lieferbar. Die Neo-Modelle nimmt die Tabelle nicht auf.

Eine Zeile belegt Titel und Preis, nicht die Ausstattung. Ob ein Gerät ECC-RAM hat, wie viele Schächte es hat und was ein als Kit angebotenes Gerät enthält, prüfen Sie auf der Spezifikationsseite von Synology und im Angebot selbst.

Synology DiskStation DS225+, DS425+, DS725+, DS925+, DS1525+ und DS1825+ laut Titel: neue Angebote auf Amazon.de, die derzeit lieferbar sind, nach Preis. Neo-Modelle und Angebote mit Synology-Festplatten im Titel sind ausgeschlossen. DSM ist im Gerät enthalten; RAM, ECC und Schachtzahl belegt die Zeile nicht.

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Welche Festplatten auf einer DS-Plus-Synology einen neuen Pool bilden dürfen, steht im Abschnitt zu den Festplattenregeln und ausführlich auf Synology-kompatible Festplatten. Geräte nach Schachtzahl vergleicht NAS mit 4 Schächten.

Häufige Fragen

Lässt sich ein TrueNAS-Pool später vergrößern?

Ja, auf zwei Wegen. Unter TrueNAS 25.10 lässt sich ein RAIDZ-vdev um einzelne Platten erweitern; die angezeigte Kapazität rechnet danach aber weiter mit dem alten Verhältnis von Daten zu Parität. Tauschen Sie dagegen alle Platten nacheinander gegen größere, vergrößert TrueNAS den Pool nicht automatisch: Nach dem letzten Tausch klicken Sie im Storage Dashboard auf „Expand“.

Wie komme ich von TrueNAS CORE auf die Community Edition?

Laut iXsystems ist der Umstieg von FreeBSD auf die Linux-Basis eine Einbahnstraße. Per Update in der Oberfläche geht er nur bis Version 24.04; für 24.10 und neuer ist eine Neuinstallation nötig, ein direkter Umstieg über die Oberfläche wird nicht unterstützt.

Was passiert, wenn Synology ein DSM-Release nicht mehr pflegt?

Ein Beispiel ist DSM 6.2: Es erreichte am 1. Oktober 2024 das Ende der erweiterten Lebensdauer. Seitdem gibt es dafür laut Synology keine Funktions-, Sicherheits- und Paket-Updates mehr, und bestimmte ältere Modelle wie DS3612xs, DS1812+ und DS1512+ lassen sich nicht über 6.2 hinaus aktualisieren.

Mit welchen Festplatten liefert iXsystems die TrueNAS Mini aus?

Laut Hardware-Leitfaden werden alle TrueNAS Mini, wenn nicht anders bestellt, mit WD Red Plus ausgeliefert. Das beschreibt, was iXsystems einbaut; eine Vorgabe für die Community Edition auf anderer Hardware ist es nicht.

Quellen

  1. iXsystems (TrueNAS Documentation Hub): TrueNAS Hardware Guide (TrueNAS 25.10), abgerufen am 26.10.2026
  2. iXsystems (TrueNAS): TrueNAS Community Edition | Free Open Source Storage, abgerufen am 26.10.2026
  3. iXsystems (TrueNAS): TrueNAS Software Status, abgerufen am 26.10.2026
  4. iXsystems (TrueNAS Blog): Say Hello to TrueNAS Community Edition: The Future of Open Storage Starts Now (15.05.2025), abgerufen am 26.10.2026
  5. iXsystems (TrueNAS Documentation Hub): Migrating from CORE (TrueNAS 25.10), abgerufen am 26.10.2026
  6. iXsystems (TrueNAS Documentation Hub): 25.10 (Goldeye) Version Notes, abgerufen am 26.10.2026
  7. iXsystems (TrueNAS Documentation Hub): ZFS Primer, abgerufen am 26.10.2026
  8. iXsystems (TrueNAS Documentation Hub): Managing Pools (TrueNAS 25.10), abgerufen am 26.10.2026
  9. iXsystems (TrueNAS): TrueNAS Mini - Enterprise Storage Solution for Businesses, abgerufen am 26.10.2026
  10. heise online (Michael Plura): TrueNAS 25.04 lässt FreeBSD fallen: „Fangtooth“ nur noch mit GNU/Linux-Basis (25.04.2025), abgerufen am 26.10.2026
  11. heise online / iX (Michael Plura): TrueNAS 25.10 mit NVMe-oF-Unterstützung, schneller API und neuem OpenZFS (04.11.2025), abgerufen am 26.10.2026
  12. Synology (Knowledge Center): Was ist Synology Hybrid RAID (SHR)?, abgerufen am 26.10.2026
  13. Synology: So schützt Btrfs Ihre Unternehmensdaten, abgerufen am 26.10.2026
  14. Synology: DS925+ (deutsche Produktseite, Spezifikationen), abgerufen am 26.10.2026
  15. Synology: Synology Produktunterstützung (Supportstatus), abgerufen am 26.10.2026
  16. Synology: End-of-Availability-Benachrichtigung für DSM 6.2 (veröffentlicht 01.10.2023), abgerufen am 26.10.2026
  17. Synology: End User License Agreement (EULA), abgerufen am 26.10.2026
  18. Synology (Knowledge Center): FAQ zu Richtlinien für die Laufwerkskompatibilität bei Synology-Speichersystemen ab 2025 (DSM 7.3 und höher), abgerufen am 26.10.2026
  19. Synology (Knowledge Center): Unter DSM 7 oder DSM Enterprise (PAS) zeigt der Speicher-Manager mein Laufwerk als „Inkompatibel“, „Nicht überprüft“ oder „Nicht erkannt“ an. Was kann ich tun?, abgerufen am 26.10.2026
  20. ComputerBase (Frank Hüber): Schlupfloch Migration: Neue NAS der Plus-Serie erfordern Laufwerke von Synology (16.04.2025), abgerufen am 26.10.2026
  21. ComputerBase (Frank Hüber): DSM 7.3: Synology unterstützt wieder Laufwerke von Drittherstellern (08.10.2025), abgerufen am 26.10.2026
  22. Synology (Pressemitteilung): Synology® kündigt die DiskStation DS925+ und die Erweiterungseinheit DX525 an (23.04.2025), abgerufen am 26.10.2026
  23. Synology (Pressemitteilung): Synology® stellt die DiskStation® DS225+ vor (23.07.2025), abgerufen am 26.10.2026
  24. Synology (Pressemitteilung): Synology® stellt die DiskStation® DS425+ vor (04.06.2025), abgerufen am 26.10.2026