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Stromkosten-Rechner für NAS, Server und Festplatten, mit eigenem Strompreis

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Kurz beantwortet

Der Rechner multipliziert die Wattangabe mit den Betriebsstunden pro Tag und 365 Tagen, teilt durch 1.000 und erhält die kWh im Jahr; mal Strompreis ergibt das die Kosten. Voreingestellt sind 37,0 ct/kWh, der bisherige BDEW-Durchschnitt 2026 für Haushalte mit Neukundentarif. Ein Watt rund um die Uhr kostet damit nach unserer Rechnung 3,24 € im Jahr.

NAS-Stromverbrauch-Rechner: Watt in kWh und Euro pro Jahr

Der Rechner kennt zwei Eingabearten. Unter „Gerät (Watt)“ tragen Sie eine einzelne Leistungsaufnahme ein, etwa die eines NAS, eines Servers oder eines Switches. Unter „Festplatten (Anzahl x Watt)“ multipliziert er die Zahl der Laufwerke mit dem Wert pro Laufwerk; das ist die passende Form, wenn ein Datenblatt nur die Platte beschreibt und nicht das Gehäuse. Hinzu kommen die Betriebsstunden pro Tag und der Strompreis in ct/kWh. Als Ergebnis erscheinen der Verbrauch pro Jahr in kWh, die Stromkosten pro Jahr und der Betrag pro Monat.

Verbrauch pro Jahr
108,6 kWh
Stromkosten pro Jahr
40,19 €
pro Monat
3,35 €

Voreingestellter Strompreis: 37,0 ct/kWh, der bisherige Durchschnitt 2026 für Haushalte laut BDEW-Strompreisanalyse Herbst 2026 (BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft, 21.08.2026). Methode laut BDEW-Strompreisanalyse August 2026 (PDF): Neukundentarife, 3.500 kWh im Jahr, Grundpreis anteilig enthalten, inklusive Steuern. Ihr eigener Tarif kann davon abweichen; tragen Sie oben den Preis pro kWh (Arbeitspreis) aus Ihrem Vertrag oder Ihrer Abrechnung ein, als Privathaushalt mit Mehrwertsteuer. Rechnung: Watt x Stunden x 365 / 1.000 x Preis in ct/kWh / 100 = Euro.

Vorbelegt sind vier Festplatten zu je 3,1 W, rund um die Uhr. Das ist der Leerlaufwert der WD Red Plus WD40EFPX laut Western-Digital-Datenblatt vom September 2025, gemessen bei Raumtemperatur. Vier solche Platten ergeben nach unserer Rechnung 12,4 W, im Jahr 108,6 kWh und beim voreingestellten Preis 40,19 €. Das Gehäuse, in dem die Platten laufen, ist in dieser Summe nicht enthalten.

Zahlen dürfen mit Komma oder mit Punkt geschrieben sein: „6,3“ und „6.3“ bedeuten beide 6,3. Einen einzelnen Punkt, auf den genau drei Ziffern folgen, liest der Rechner allerdings als Tausenderpunkt; „1.500“ ist also eintausendfünfhundert. Einen Wert mit drei Nachkommastellen schreiben Sie deshalb mit Komma.

Server-Stromverbrauch berechnen: die Formel hinter dem Rechner

Die Rechnung ist unsere eigene, und sie ist einfach. Watt mal Betriebsstunden pro Tag mal 365, geteilt durch 1.000, ergibt die Kilowattstunden im Jahr. Kilowattstunden mal Preis in ct/kWh, geteilt durch 100, ergibt den Jahresbetrag in Euro; ein Zwölftel davon ist der Monatsbetrag. Wirkungsgrade, Leitungsverluste oder einen Zuschlag für Kühlung setzt der Rechner nicht an. Er nimmt die eingegebene Wattzahl als das, was das Gerät aus der Steckdose bezieht.

Als Maßstab taugt ein einzelnes Watt Dauerlast. Es ergibt im Jahr 8,8 kWh und kostet beim voreingestellten Preis 3,24 €. Das ist reine Arithmetik und keine Angabe zu irgendeinem Gerät: Jedes weitere Watt, das rund um die Uhr anliegt, kommt in derselben Höhe dazu, und ein Gerät, das nur den halben Tag läuft, halbiert beide Werte.

Server-Stromverbrauch im Jahr und in kWh: welche Wattzahl Sie brauchen

Eine Wattangabe zu Servern haben wir für diese Seite nicht recherchiert, und einen typischen Wert nennen wir deshalb nicht. Die Wattzahl, mit der Sie den Verbrauch eines Servers berechnen, ist ein Messwert Ihres eigenen Geräts oder die Datenblattangabe für den Zustand, der Sie interessiert, etwa Leerlauf oder Last. Wechselt ein Server zwischen solchen Zuständen, rechnen Sie jeden Zustand mit seinen eigenen Stunden und zählen die Ergebnisse zusammen.

Wie viele kWh ein Server im Jahr braucht, ergibt sich allein aus Wattzahl und Laufzeit: Das Feld „Verbrauch pro Jahr“ hängt nicht vom Strompreis ab. Erst die Umrechnung in Euro braucht den Preis, und an dieser Stelle können sich der voreingestellte Durchschnitt und Ihr eigener Vertrag unterscheiden. Beides behandeln die Abschnitte weiter unten.

Rechenbeispiele mit Wattzahlen aus Herstellerdokumenten

Die folgenden Beispiele verwenden nur Wattzahlen aus Datenblättern und Produktspezifikationen, jeweils mit dem Zustand, für den der Hersteller sie angibt. Jeder Betrag setzt voraus, dass das Gerät diesen Zustand so viele Stunden am Tag hält wie angegeben; ein echtes Gerät wechselt zwischen den Zuständen.

Wie stark die Stunden zählen, zeigt die DS225+: Läuft sie täglich 8 Stunden im Zugriff statt rund um die Uhr, sinkt der Betrag für diesen Zustand auf 18,35 €. Als gemischten Tag nehmen wir an, dass sie 6 Stunden im Zugriff und 18 Stunden im HDD-Ruhezustand verbringt; das ergibt 13,76 € plus 14,78 € im Jahr. Die Aufteilung ist unsere Annahme, kein Wert von Synology. Im Rechner bilden Sie einen solchen Tag mit zwei Durchgängen ab, einem pro Zustand.

Die Werte von Western Digital und Seagate stellen wir nicht in eine Rangfolge. Western Digital misst bei Raumtemperatur, das Seagate-Datenblatt führt einen Durchschnitt im Zustand Idle A; das sind verschiedene Hersteller mit verschiedenen Messgrundlagen. Die Datenblattwerte weiterer Laufwerke je Teilenummer stehen auf der Seite zum Stromverbrauch von Festplatten, die Werte ganzer NAS-Geräte von Synology, QNAP und Asustor auf der Seite NAS-Stromverbrauch.

Welche Wattzahl in den Rechner gehört, und welche nicht

Die Nennleistung eines Netzteils ist kein Verbrauch. Synology gibt für die DS225+ ein Netzteil mit 60 W an und für den Zugriff 16,98 W. Wer die 60 W des Netzteils einträgt, rechnet mit mehr als dem Dreifachen des Verbrauchswerts im Zugriff (unsere Rechnung), und das Ergebnis beschreibt keinen Zustand, den Synology für das Gerät angibt.

Ein Höchstwert ist eine Obergrenze. Für den 10-GbE-Switch NETGEAR XS508M steht auf der Produktseite eine maximale Leistungsaufnahme von 39 W; einen typischen Wert haben wir dort nicht gefunden. Rund um die Uhr gerechnet ergibt das 126,41 € im Jahr. Der tatsächliche Verbrauch kann darunter liegen, und wie weit, sagt die Angabe nicht. Mehr zu diesem Switch steht auf der Seite 10-GbE-Switch.

Auch ein Leerlaufwert ist keine Konstante. Seagate schreibt im Handbuch der Exos X24 SATA, dass die Platte im Leerlauf Hintergrundaktivität nach der S.M.A.R.T.-Spezifikation ausführen kann, die Stromaufnahme und Geräusch bis auf Betriebsniveau anheben kann. Ein Leerlaufwert, über den ganzen Tag gerechnet, ist deshalb nach unserer Lesart eine Näherung und kein Messwert Ihres Systems.

Ob ein Gerätewert die Laufwerke einschließt, entscheidet, ob Sie Gerät und Platten im Rechner addieren dürfen. Welche Laufwerke in der DS225+ steckten, als Synology die Werte ermittelte, haben wir in keinem Synology-Dokument gefunden; den Artikel zur Messmethode konnten wir bei unserem Abruf nicht lesen. Ein Gerätewert und ein Plattenwert aus verschiedenen Dokumenten ergeben addiert deshalb keine belegte Summe.

Der voreingestellte Strompreis: was im BDEW-Wert steckt

Voreingestellt sind 37,0 ct/kWh (BDEW-Strompreisanalyse Herbst 2026, 21.08.2026). Laut BDEW ist das der durchschnittliche Strompreis für Haushalte im bisherigen Jahresverlauf 2026, mit Datenstand August 2026, und er ist gegenüber dem Vorjahr gesunken. Ein Wert für das ganze Jahr ist es nicht.

Was der Wert genau beschreibt, steht in den methodischen Erläuterungen der BDEW-Analyse. Er gilt für einen Haushalt mit 3.500 kWh Jahresverbrauch, und der Grundpreis ist anteilig in den Preis pro kWh eingerechnet. Erfasst sind nur Neukundentarife: Tarifprodukte und Grundversorgungstarife, die zum Berechnungszeitpunkt abschließbar waren. BDEW gewichtet sie mit der Vertragsstruktur laut Bundesnetzagentur, für 2024 mit 78 % Tarifprodukten und 22 % Grundversorgung, und mittelt je Gemeinde, gewichtet nach Einwohnerzahl. Sondertarife wie Ökostrom mit Aufschlag, Heizstrom-, Wärmepumpen- und Koppeltarife bleiben außen vor.

Ausdrücklich bildet der Wert laut BDEW nicht den Durchschnitt der bestehenden Verträge ab, und er ist nicht nach Absatzmengen gewichtet. Ein älterer Vertrag kann also teurer oder günstiger sein. Der Rechner weiß nichts über Ihren Tarif; das Preisfeld ist dafür da, ihn zu ersetzen.

Für die Rechnung folgen daraus zwei Dinge, beide nach unserer Lesart. Erstens ist der Wert brutto: Die Mehrwertsteuer ist schon enthalten, auf das Ergebnis des Rechners kommt keine mehr obendrauf. Zweitens steckt im Wert ein Anteil Grundpreis. Ein zusätzliches Gerät wie ein NAS erhöht aber nur die verbrauchten Kilowattstunden, nicht den Grundpreis. Mit dem BDEW-Wert enthält das Ergebnis deshalb einen Anteil Grundpreis, den das Gerät nicht verursacht; wie groß dieser Anteil ist, können wir mit den gelesenen Quellen nicht beziffern.

BDEW selbst schreibt, dass sich der aktuelle Anstieg der Großhandelspreise infolge des Iran-Kriegs bisher nicht nennenswert in den Preisen für Neutarife zeigt. Der Durchschnitt ist also ein Stand vom August 2026 und keine Prognose; wohin sich die Preise entwickeln, sagen wir nicht. Die Methode zitieren wir aus dem PDF der Analyse, weil BDEW die Zusammenfassung auf seiner Webseite als mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt kennzeichnet.

Ein zweiter Durchschnitt: Destatis für das 1. Halbjahr 2026

Das Statistische Bundesamt nennt in seiner Pressemitteilung vom 30. September 2026 für das 1. Halbjahr 2026 einen durchschnittlichen Haushaltsstrompreis von 37,97 Cent je Kilowattstunde, 6,4 % weniger als im 2. Halbjahr 2025. Die Grundlage ist eine andere als bei BDEW: Destatis erfasst die Preise von Bestandskunden und von neu abgeschlossenen Verträgen. Eingerechnet sind Grund- beziehungsweise Leistungspreis und Arbeitspreis sowie Netzentgelte, Steuern, Abgaben und Umlagen.

Beide Zahlen sind Durchschnitte, aber über verschiedene Verträge und Zeiträume: BDEW über abschließbare Neukundentarife im bisherigen Jahr 2026, Destatis über bestehende und neue Verträge im ersten Halbjahr. Der Rechner bleibt beim BDEW-Wert. Wir mitteln die beiden nicht, und keine von beiden korrigiert die andere.

Destatis zeigt außerdem, wie sehr der Durchschnittspreis pro kWh vom Verbrauch abhängt: Haushalte mit weniger als 1.000 kWh im Jahr zahlten im 1. Halbjahr 2026 im Schnitt 57,99 Cent je kWh, Kunden mit mehr als 15.000 kWh 30,55 Cent. Dass der Abstand vor allem daher kommt, dass sich der Grundpreis auf weniger Kilowattstunden verteilt, ist unsere Lesart und keine Aussage von Destatis. Sie passt zu dem, was oben über den Grundpreisanteil im BDEW-Wert steht.

Den eigenen Preis pro kWh von der Stromrechnung ablesen

Die Verbraucherzentrale beschreibt die Jahresrechnung für Strom in zwei Schritten: zuerst die Kilowattstunden mit dem Preis pro Kilowattstunde multiplizieren, dann den sogenannten Grundpreis, zuzüglich Messpreis, für das ganze Jahr hinzurechnen. Ein Gerät, das zusätzlich Strom bezieht, verändert nach unserer Lesart nur den ersten Schritt. Für den Rechner passt deshalb der Preis pro Kilowattstunde, der Arbeitspreis, aus Ihrem Vertrag oder Ihrer Abrechnung.

Die Verbraucherzentrale rät außerdem, mit Bruttopreisen inklusive Mehrwertsteuer zu rechnen, weil nur sie zeigen, welche Ausgaben tatsächlich anfallen. Für einen Privathaushalt gehört deshalb nach unserer Lesart der Wert mit Mehrwertsteuer in das Feld „Strompreis (ct/kWh)“, auch wenn ein Dokument nur einen Nettopreis nennt. Den Grundpreis lassen Sie aus demselben Grund weg wie oben: Er fällt mit oder ohne das zusätzliche Gerät an. Die Hinweise stammen von einer Seite der Verbraucherzentrale mit Stand 12. März 2025; Preise übernehmen wir von dort keine.

Der Rechner zeigt, was eine Wattzahl bei einem Preis über ein Jahr ergibt. Was Sie tatsächlich zahlen, hängt von Ihrem Vertrag und davon ab, wie lange Ihr Gerät in welchem Zustand läuft. Eine Ersparnis rechnen wir nicht aus, und wir versprechen keine.

Häufige Fragen

Rechnet der Rechner mit 365 oder 366 Tagen?

Mit 365 Tagen, auch in einem Schaltjahr; ein Feld für die Zahl der Tage gibt es nicht. Die Betriebsstunden pro Tag begrenzt er auf null bis 24: Ein größerer Eintrag zählt wie ein ganzer Tag, ein negativer wie null.

Gilt der voreingestellte Preis auch für einen Server im Büro oder Gewerbe?

Der Wert ist laut BDEW ein Durchschnitt für Haushalte mit 3.500 kWh Jahresverbrauch. Einen Preis für Gewerbe- oder Industriekunden haben wir für diesen Rechner nicht übernommen. Läuft ein Server unter einem anderen Tarif, gehört der Preis pro kWh aus dessen Vertrag in das Preisfeld.

Kann ich mit dem Rechner den Stromverbrauch eines Servers messen?

Nein. Der Rechner misst nichts, er rechnet eine Wattzahl in kWh und Euro um. Was das Ergebnis bedeutet, hängt davon ab, woher die Wattzahl stammt: Ein Datenblattwert gilt für den Zustand und die Bedingungen, die der Hersteller nennt, ein eigener Messwert für Ihr Gerät zum Zeitpunkt der Messung.

Quellen

  1. BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft: BDEW-Strompreisanalyse Herbst 2026, abgerufen am 26.10.2026
  2. BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft: BDEW-Strompreisanalyse Haushalte und Industrie, August 2026 (PDF, Datenstand 08/2026), abgerufen am 26.10.2026
  3. Statistisches Bundesamt (Destatis): Strom- und Gaspreise für Haushalte im 1. Halbjahr 2026 gesunken (Pressemitteilung Nr. 345), abgerufen am 26.10.2026
  4. Verbraucherzentrale Bundesverband: Rechner: Das ist Ihr passender Abschlag für Strom, Gas oder Fernwärme, abgerufen am 26.10.2026
  5. Synology: Product Specifications DS225+ (Last updated: Aug 6, 2026), abgerufen am 26.10.2026
  6. Western Digital: Data Sheet: WD Red Plus (September 2025), abgerufen am 26.10.2026
  7. Seagate: Exos Data Sheet (DS2046.1-2512), abgerufen am 26.10.2026
  8. NETGEAR: XS508M - 8-Anschluss, 5-speed Unmanaged Switch 10-Gigabit/Multi-Gigabit (Produktseite), abgerufen am 26.10.2026
  9. Seagate: Exos X24 SATA Product Manual, Publication 205194300 Rev. C, abgerufen am 26.10.2026